Halbzeit-Bilanz - Ausschuss für Jugend, Soziales und Sport


Cornelia Feske

Im Gespräch blicken die Fachsprecher der SPD-Stadtratsfraktion auf die von ihnen betreuten Themenfelder. Hier: Cornelia Feske – Stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport.

Übrigens – mehr zu den Zuständigkeiten und den Mitgliedern des Ausschusses erfahren Sie durch klicken auf diesen Satz.

Cornelia, welche Themen waren der Schwerpunkt Eurer Ausschussarbeit in der ersten Hälfte dieser Wahlperiode?

Die, in der letzten Wahlperiode begonnene, Schaffung von über 200 Krippenplätzen in der ganzen Stadt wurde abgeschlossen. Dafür wurden an allen Standorten neue Gebäude oder Anbauten errichtet, zuletzt in Langendamm und Erichshagen-Wölpe.

Vom Rat wurde das Konzept „Kinder sind Nienburg mehr wert“ beschlossen, in dem unter anderem Öffnungszeiten, die sich am Bedarf der heutiger Familien orientieren, Angebote in den Kita-Ferien sowie Frühförderung in Sport und Musik enthalten sind.

Als Vorstufe zur inzwischen vielfach eingeführten Ganztagsbetreuung in den Schulen wurde einige Zeit lang eine Schulkindbetreuung in den Kindertagesstätten bereitgestellt.

Im Rahmen der Sozialen Stadt Lehmwandlung ist an der Bunsenstraße ein Mehrgenerationenspielplatz geschaffen worden, der aufgrund des demographischen Wandels und geänderter Lebensweisen ein Vorbild für die künftige Gestaltung von Spielplätzen in der Stadt sein. So könnte man die Nutzung der Spielplätze verstärken und neue Angebote für Senioren schaffen.

Nach mehrfachen Anläufen wurde jetzt die Einrichtung eines Seniorenbeirats für Nienburg beschlossen. Die Zahl der Älteren wird auch in unserer Stadt immer größer, daher sollen deren Bedürfnisse künftig stärker bei Entscheidungen berücksichtigt werden.

Zusammen mit der AWO betreibt die Stadt jetzt eine Ehrenamtsgentur, die erste Erfolge bei der Verbindung von Interessenten und Anbietern für ehrenamtliche Arbeit aufweisen kann.

Bei welchen Entscheidungen kann man deutlich die Handschrift der SPD sehen?

Nach dem Zahl der Plätze in den Kindertagesstätten erhöht wurde, wollten wir eine Qualitätssteigerung bei der frühkindlichen Bildung erreichen und haben den Antrag „Kinder sind Nienburg mehr wert“ gestellt, der zur Schaffung des gleichnamigen Konzepts geführt hat. Inzwischen sind schon einige Punkte daraus umgesetzt worden.

Andere Kommunen werden mit Kinderprämien für bauwillige Familien, aber wir haben hier in Nienburg für stabile, günstige Elternbeiträge gesorgt. Regelmäßig haben wir Erhöhungsversuche abgelehnt und so unsere Stadt gestärkt.

Bei der Schaffung des Seniorenbeirats sind wir hartnäckig geblieben, versprochen ist schließlich versprochen. Aber wir haben bei der Beteiligung mehr vor und einen Antrag zur Einrichtung eines Kinder- und Jugendbeirats gestellt, der hoffentlich bald auch umgesetzt wird.

Was war das aus Deiner Sicht positive Highlight der Ausschussarbeit?

Für mich war die Schaffung des Konzepts „Kinder sind Nienburg mehr wert“ das Highlight in unserem Ausschuss. Es ist gelungen alle Einrichtungen, Verwaltung und die Ratsfraktionen dabei mitzunehmen. Die Erfolge dieses Konzepts werden für Nienburg später in der Schule und im Berufsleben dieser Kinder sehen können.

Als ehrenamtlich tätiger Politiker ist man auf die Information und die Unterstützung der Verwaltung angewiesen. Wie hat das bei Euch im Ausschuss geklappt?

Der Fachbereich hat sich stets für Vorgespräche und Nachfragen Zeit genommen. Man hat sich um eine gute Zusammenarbeit bemüht. Auch aus dem Baubereich hat man uns gut über die zahlreichen Baumaßnahmen unterrichtet.

Welche Themen wollt Ihr als SPD in den kommenden zwei Jahren im Ausschuss anpacken?

Vorne auf unserer Liste steht die Schaffung eines Kinder- und Jugendbeirats. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit; sogar die UN fordert die Beteiligung der Kinder- und Jugendlichen an den politischen Entscheidungen. Wir wollen damit aber Interesse an Engagement und Politik fördern.

Lange hat der Arbeitskreis Sportförderung an einem neuen Konzept gearbeitet. Wir wollen soweit wie möglich eine Gleichbehandlung der Vereine erreichen und  dabei die direkte Förderung der Arbeit zum Beispiel mit Jugendlichen sowie in der Inklusion ausbauen. Aber dabei soll eine möglichst kostenfreie Nutzung der Sportanlagen beibehalten werden. Daneben wollen wir mit der Sanierung der Sportstätten beginnen und diese, soweit wie möglich, an die Vereine übertragen.

Neue Wege bei Bildung, soziale Förderung und Stärkung der Familien wollen wir mit neuen, dezentralen Einrichtungen  erreichen. In der Alpheide wollen wir in der Nachfolge des Projekts ExWost ein Stadtteilzentrum und im Rahmen der neuen Sozialen Stadt Nordertor ein Familienzentrum einrichten.

Was ist die größte Herausforderung für die zweite Hälfte der Wahlperiode?

Unser Ausschuss hat das größte Budget im Stadthaushalt. Daher gibt es von außen immer wieder Wünsche, dass wir Angebote streichen oder Einnahmen erhöhen. Gerne wollen wir die Stabilität der Kita-Gebühren beibehalten, aber auch auf Basis unseres Konzepts den  Qualitätsausbau bei den Kindertagesstätten voran bringen. Mittel- und langfristig hat die Stadt mehr davon, wenn sich mehr Familien für den Wohnort Nienburg entscheiden, wir so unsere Infrastruktur besser ausnutzen können und die Leistungsfähigkeit der Kinder im späteren Leben erhöht wird, als kurzfristig im Haushalt Platz für anderes zu schaffen.

 

SGK-Niedersachsen

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Niedersachsen

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