Halbzeit-Bilanz - Wirtschafts- und Marketingausschuss


Rüdiger Altmann

Im Gespräch blicken die Fachsprecher der SPD-Stadtratsfraktion auf die von ihnen betreuten Themenfelder. Hier: Rüdiger Altmann – Stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts- und Marketingausschusses.

Übrigens – mehr zu den Zuständigkeiten und den Mitgliedern des Ausschusses erfahren Sie durch klicken auf diesen Satz.

Rüdiger, welche Themen waren der Schwerpunkt Eurer Ausschussarbeit in der ersten Hälfte dieser Wahlperiode?

Der Ausschuss für Wirtschaft und Marketing, kurz WuM, ist der "Kümmerer" für die wirtschaftlichen Basisfaktoren unserer Stadt. Hierzu zählt beispielsweise auch eine attraktive und lebendige Innenstadt, die den Gewerbetreibenden ein passendes Umfeld bietet und in der sich Nienburger Bürgerinnen und Bürger ebenso wohlfühlen wie Gäste und Touristen.

Um in diesem Thema voranzukommen, wurde ein Arbeitskreis "Innenstadt" eingerichtet in den sich Vertreter aller Interessengruppen einbringen können, um die Kernstadt, heißt in diesem Fall, die Fußgängerzone auf einen modernen Stand zu bringen. Anfänglich war dies ein dickes Brett, in welches man kaum ein kleines Loch bohren konnte, zu unterschiedlich und zu vielfältig die Wünsche und Interessen, aber gut Ding will Weile haben. Ich bin zuversichtlich, in der zweiten Hälfte der kommunalen Wahlperiode hier gut voranzukommen.

Bei welchen Entscheidungen kann man deutlich die Handschrift der SPD sehen?

Bereits ganz zu Beginn der Ausschussarbeit und im ersten Arbeitskreis hat sich die SPD intensiv um eine Wiederbegrünung der Innenstadt bemüht. Die Robinien, die vor einigen Jahren aufgrund von Verkehrssicherungpflichten gefällt werden mussten (ein Baum stürzte sogar um), hinterließen deutlich erkennbar ihre verwaisten Standorte. Diese entwickelten sich zu schmutzigen Stolperfallen und die SPD wollte hier eine neue Bepflanzung sehen. Es galt viele Voraussetzungen zu beachten, z.B. Versorgungsleitungen, Anliegerwünsche, verkehrliche Aspekte usw. Es war schwierig, gegen viele Bedenken bei Neuanpflanzungen den ersten Baum zu setzen. Inzwischen sind es drei geworden und die im Sommer 2014 installierten (gesponserten) Themengärten sind ein Vorgeschmack, auf das, was dauerhaft kommen soll; darüber wird sicher auch noch öffentlich diskutiert. An dieser Stelle gilt mein Dank den Unternehmen, die kurzfristig und mit viel Energie und Ideen diese Gärten erstellt haben und sich auch für 2015 wieder bereit erklärt haben, aktiv zu werden.

Was war das aus Deiner Sicht positive Highlight der Ausschussarbeit?

Es gibt viele Highlights. Jedes Mal, wenn der Ausschuss Nienburger Unternehmen besucht und mit den Gewerbetreibenden und Geschäftsführungen über Möglichkeiten der politischen Unterstützung für die Attraktivität des Standortes Nienburg spricht, kommen wir ein kleines Stück voran.

Als ehrenamtlich tätiger Politiker ist man auf die Information und die Unterstützung der Verwaltung angewiesen. Wie hat das bei Euch im Ausschuss geklappt?

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung ist gut. Fragen werden beantwortet, Informationen fließen, man geht freundlich miteinander um. Als ehrenamtlicher Politiker lernt man natürlich ständig dazu, so leicht, wie man sich das vielleicht vorstellen mag, ist es leider nicht, die eigenen Ideen in die Tat umzusetzen.

Welche Themen wollt Ihr als SPD in den kommenden zwei Jahren im Ausschuss anpacken?

Die Innenstadt muss wieder Magnet und Anziehungspunkt werden. Die Austattung und Möblierung unserer Fußgängerzone hat sich überlebt, vieles ist renovierungsbedürftig oder müsste erneuert werden. Wir wollen einen Katalog erstellen, was und in welcher Form in die Stadt passt und sie danach einrichten. Neues Grün, Beleuchtung, Sitzgelegenheiten, vielleicht sogar die Umgestaltung des Pflasters, Wasser und Kunst in die Fußgängerzone, die Weser integrieren, Fahrradabstellplätze schaffen- die Fußgängerzone insgesamt neu definieren. Dies hängt jedoch auch sehr an den finanziellen Möglichkeiten des städtischen Haushaltes, aber auch wenn die Reise lang sein mag, die ersten Schritte haben wir gemacht. Wir tun Gutes – und wir sollten darüber sprechen.

Was ist die größte Herausforderung für die zweite Hälfte der Wahlperiode?

Mit den gegebenen Möglichkeiten möglichst schnell weitere Verbesserungen in der Innenstadt erreichen ist ein Ziel. Den Nienburgerinnen und Nienburgern aber auch deutlich zu machen, das wir in unserer Stadt insgesamt gut aufgestellt sind, denn auswärtige Gäste bemerken oft, dass wir eine schöne, historische Innenstadt besitzen. Theater, Museum, Kino, Musikschule, Ganzjahresbad und ein Sommerbad in Holtorf - Nienburg kann schon viel bieten und muss den Vergleichen mit anderen Mittelzentren nicht scheuen.

Die Gewinnung neuer Gewerbeansiedlungen im mittelständischen Bereich auf unseren Gewerbeflächen, z.B. am Südring, ist wichtig um die Einnahmen aus Gewerbesteuern zu halten oder zu verbessern, denn mit sich weiter verknappenden Mitteln im städtischen Haushalt würde alles noch viel schwieriger.

 

SGK-Niedersachsen

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Niedersachsen

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